Karl Eugen Fischer GmbH / Burgkunstadt, November 2012

Bayerns bester Konstruktionsmechaniker

 
Michael Stettner ist Bayerns bester Konstruktionsmechaniker 2012
 

Einer der elf „Bayernbesten“ in seinem Ausbildungsberuf ist Michael Stettner aus Schwürbitz. Er wird mit zehn weiteren Siegern von der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken, Bayreuth Donnerstag, 22. November, im „Kaisersaal“ der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz geehrt. Die nachhaltige Sicherung qualifizierter Fachkräfte hat für die oberfränkischen Unternehmen hohe Priorität. Die berufliche Ausbildung ist dafür ein unverzichtbarer Pfeiler, der in Oberfranken nicht nur von den Unternehmen, sondern auch von den Auszubildenden mit höchstem Engagement betrieben wird.

Das Obermain Tagblatt fragte Michael Stettner wie man es schafft, Bayerns Bester zu werden? „Zum Facharbeiterergebnis im Ausbildungsberuf Konstruktionsmechaniker zählen die Zwischenprüfung die nach eineinhalb Jahren abgelegt wird zu 40 Prozent und die Abschlussprüfung zu 60% in die Wertung. Diese beiden Prüfungen habe ich jeweils mit der Note 1 bestanden und meinen Facharbeiterbrief überreicht bekommen. Sobald die Winterprüfungen und die Sommerprüfungen des jeweiligen Jahres abgelegt sind beginnt die IHK bayernweit mit der Auswertung der Ergebnisse und ermittelt für jeden Ausbildungsberuf eine Bayernsbeste oder einen Bayernsbesten. In diesem Jahr war ich unter 414 Prüflingen in Bayern einer von 7 mit der Note 1 und unter diesen eben der Beste.

Ob er dann Tag und Nacht gepaukt hätte, keine Disco, keine Mädels? „Nein, wenn man sich in den dreieinhalb Jahren Ausbildung für den Beruf interessiert und in der Berufsschule, welche die Theorie neben der praktischen Ausbildung im Betrieb vermitteln soll, mitarbeitet und sich mit einbringt dann hat man schon eine gute Wissensgrundlage für die Prüfung geschaffen. Ich habe genauso meinen Alltag mit meinen Hobbies und Freizeitaktivitäten weitergelebt“.

Einer, der Spitze ist, muss auch Spaß am Beruf haben. Was reizt Sie an der Tätigkeit als Konstruktionsmechaniker? „Der Reiz am Beruf ist aus einfachen Stahlblechen, Rohren oder Flachstählen anhand einer Zeichnung ein Maschinengestell mit fünf bis sieben Metern Länge, einen Rahmen zehn Meter lang und drei Meter hoch, oder sonstige Teile entstehen zu sehen und daran mitzuarbeiten“.

Wie war denn Ihre Ausbildung im Betrieb? „Nach Sicherheitsunterweisungen und Schulungen traten wir am 4. Tag das erste Mal an den Schraubstock in der Lehrwerkstatt und begannen unseren Handfertigkeiten-Lehrgang mit Feilen, Sägen, Meißeln oder Biegen - eben nur mit den Händen ohne maschinelle Fertigung herzustellen. Nach der „Grundausbildung“ bereiteten wir uns auf die Zwischenprüfung, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil bestand, vor. Danach durften wir zum ersten Mal Luft in der Produktion schnuppern und unsere ersten Produktionsteile fertigen. In der Fertigung konnten wir dann das gelernte unter Beweis stellen und unsere spezifische Ausbildung in unserem Berufsfeld und in der Abteilung beginnen. Im 3. Ausbildungsjahr bekamen wir dann auch einen Einblick in das Qualitätsmanagement der Firma und die Tätigkeiten einer Sicherheitsfachkraft, welche alle für unsere Prüfung wissenswert waren. Im 4. Ausbildungsjahr begannen wir dann uns auf unsere Prüfung vorzubereiten.

Was gab den Ausschlag gerade diesen Beruf zu ergreifen? „Da ich schon immer eine handwerkliche Ausbildung machen wollte und diese am besten im Metallbereich war die erste Auswahl bereits getroffen. Als ich dann während meiner Praktika in verschiedenen Firmen in unterschiedlichen Ausbildungsberufen einen Einblick bekam, gefiel mir der Ausbildungsberuf Konstruktionsmechaniker sehr gut“.

Gute Leistungen sind oft nur im Team zu erbringen. Welche Unterstützung fanden Sie in Ihrem Ausbildungsbetrieb Karl-Eugen Fischer GmbH? „Da wir einen hauptamtlichen Ausbilder, Markus Petterich, in unserem Unternehmen haben, konnten wir jederzeit mit Fragen zum Berufsschulstoff oder sonstigen Gebieten zu ihm kommen. Außerdem fand teilweise eine eigene Werkschule in der Firma statt bei der wir besonders komplizierte Themen nochmals aufgriffen und zusammen in der Gruppe durchnahmen. Auch mit praktischen Fragen konnten wir uns auch an unsere Abteilungsleiter und den Facharbeiterkollegen in der Abteilung wenden. Das Arbeitsklima in der Firma ist sehr gut und das Arbeiten mit diesem Team macht jeden Tag aufs Neue Spaß“.

Haben Sie jetzt nach Abschluss Ihrer Ausbildung besondere Zukunftspläne? „Ich habe bereits im September eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker in Teilzeit begonnen und werde diese im Juni 2016 beenden“.

Zum Schluss noch etwas Privates. Welche Hobbies haben Sie, was macht Ihnen Spaß nach Feierabend? „In meiner Freizeit spiele ich Musik im Musikverein Marktzeuln und in der Blaskapelle Schwürbitz wo ich auch als Co-Dirigent tätig bin. Außerdem schieße ich mit dem Luftgewehr für die Zimmerstutzen Schützengesellschaft 1874 e.V. Schwürbitz in der Bezirksliga Wettkämpfe“.

Text und Foto: OT - Andreas Welz

 

 

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