Karl Eugen Fischer GmbH / Burgkunstadt, März 2015

Gelerntes gleich anwenden

 
Duales Studium bei der Maschinenfabrik Fischer
 

Chronischer Geldmangel? Am Wochenende mal wieder keine Zeit für die Freunde, weil man Pizza ausfahren muss? Ein Kopf voller Formeln und Theorien - aber von der Praxis null Ahnung? So mancher Student weiß davon ein Lied zu singen. Die Maschinenfabrik Fischer aus Burgkunstadt, Weltmarktführer im Bereich der Cordschneideanlagen für die Reifenindustrie, hat für Euch die Lösung parat: Ein duales Hochschulstudium zum Bachelor of Engineering Elektro- und Informationstechnik (m/w). Am 1. Juli 2015 geht es los. Wie man zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, erzählen Euch zwei Abiturienten, die an der Nahtstelle zwischen Theorie und Praxis täglich ihren Mann stehen: Thomas Irblich (25) aus Lettenreuth hat das duale Studium mit der Traumnote Eins hinter sich, Maximilian Hüttner aus Schwarzenbach an der Saale (22) hat gerade die Halbzeit erreicht.

Hallo Thomas! Eine duale Ausbildung kennt jeder – aber was hat man sich unter einem dualen Studium bei der Maschinenfabrik Fischer vorzustellen, welches 50 Monate dauert?

Thomas: Bereits in der ersten Hälfe des Studiums, die mit der Facharbeiterprüfung bei der IHK abschließt, wechseln sich Praxis- und Studienphasen ab. Während die anderen Studenten Semesterferien hatten, stand bei uns die Ausbildung bei der Siemens Professional Education (SPE) in Regensburg auf dem Lehrplan, einer privaten Bildungseinrichtung des weltweit agierenden Technologiekonzerns, mit der die Maschinenfabrik aus Burgkunstadt kooperiert. Zudem gibt es ein Praxissemester, das überwiegend bei der Firma Fischer stattfindet. In der Semesterzeit an der Fachhochschule Regensburg wird ganz normal studiert. Kurzum: Bei einem dualen Studium kann man sich von theoretischen Gedankengebäuden befreien und das Gelernte in der Praxis umsetzen. In der zweiten Hälfte wird das Studium mit der Bachelorarbeit abgeschlossen, die man in der Firma Fischer verwirklicht. Nach rund vier Jahren hat man zwei Abschlüsse in der Tasche: den Elektroniker für Betriebstechnik und den Bachelor of Engineering Elektro- und Informationstechnik.

Guten Tag Maximilian! Ist ein duales Studium die ideale Therapie gegen Ebbe im Geldbeutel?

Maximilian: Es ist nicht schlecht, wenn man jeden Monat eine Ausbildungsvergütung von 800 Euro überwiesen bekommt. Normale Studenten jobben oftmals in ihrer Freizeit. Als dualer Student hingegen kann man sich auf voll und ganz auf das Studium konzentrieren. Das war für mich aber nicht der ausschlaggebende Grund, dual zu studieren. Der eigentliche Reiz war für mich die Verknüpfung aus Theorie und Praxis, wie sie mein Vorredner geschildert hat.

Warum war die Maschinenfabrik Fischer die erste Wahl für Dich, Maximilian?

Maximilian: Sie ist Weltmarktführer auf ihrem Gebiet. Zudem wollte ich meiner Heimat Oberfranken auch weiterhin die Treue halten und in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten, in der eine familiäre Atmosphäre herrscht.

Hand aufs Herz: Studium und Ausbildung unter einen Hut zu bringen – war das für Euch nicht manchmal Stress pur?

Thomas: Ganz im Gegenteil: Ich fand es überhaupt nicht stressig, weil ich mit der Firma Fischer einen starken Partner an der Hand hatte, der mich unterstützte. Ob Wohnungssuche, Praxissemester oder Bachelorarbeit – es war immer jemand da, der mit helfend zur Seite stand. Zudem arbeitet man als dualer Student viel erfolgsorientierter: Wenn man weiß, da ist jemand, der einen sponsert, dann motiviert einen das beim Lernen. Die Zusicherung nach erfolgreich bestandener Prüfung, einen Arbeitsplatz bei der Firma Fischer in der Tasche zu haben, spornt ebenfalls an. Bei mehr als 70 Prozent der dualen Studenten stand am Ende die Eins vor dem Komma – das ist das Ergebnis des erfolgsorientierten Lernens.

Maximilian: Das sieht man auch an den Durchfallquoten, die bei dualen Studenten viel niedriger sind. Ansonsten kann ich Thomas nur zustimmen.

Wie sieht Deine Halbzeitbilanz aus Maximilian?

Maximilian: Maximilian: Mit meinen Noten bin ich zufrieden. Wenn mich meine Freunde fragen, wo machst Du die Ausbildung und ich antworte „ Für die Maschinenfabrik Fischer im Ausbildungszentrum von Siemens in Regensburg“, dann bekomme ich zu hören: „Bei Siemens? Nicht schlecht.“ Das Niveau sowohl an der SPE als auch an der Fachhochschule Regensburg ist sehr hoch. In der Firma Fischer, in der ich seit zwei Wochen arbeite, wurde ich sofort integriert und konnte mein Wissen in der Praxis mit Leben erfüllen.

Thomas, du bist jetzt Teil großen Fischer-Familie. Was hat Dir das duale Studium für Deine Arbeit im Hause Fischer gebracht?

Thomas: Das duale Studium ist der Grundstein für meine zukünftige Karriere. An der FH und an der SPE habe ich viel Wissen sammeln können, dass ich jetzt als Softwareentwickler in der Firma Fischer anwenden kann. Während meines Praxissemesters in Burgkunstadt habe ich zahlreiche Abteilungen durchlaufen. Derzeit programmiere ich Software für Maschinen, speicherprogrammierbare Steuerungen und Büroanwendungen.

Die letzte Frage geht an Maximilian. Was machst Du aktuell und wie siehst Du Deine berufliche Zukunft im Hause Fischer?

Maximilian: Derzeit bin ich in der Abteilung, wo auch Thomas arbeitet. Was ich einmal bei der Firma Fischer machen werde, wird sich noch weisen. Zunächst muss ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen.

 

 

Text und Foto: OT - Stephan Stöckel

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