Karl Eugen Fischer GmbH / Burgkunstadt, März 2016

Weil Brandschutzerziehung wichtig ist

Auszubildende der Firma Eugen Fischer GmbH fertigen Außbau für neues Landkreisfahrzeug
 

Lichtenfels/Burgkunstadt

Im Rahmen einer Feierstunde wurde in den Räumen der Karl Eugen Fischer GmbH in Burgkunstadt das neue Fahrzeug für die Brandschutzerziehung im Landkreis Lichtenfels vorgestellt und seiner Bestimmung übergeben.

Die Geschäftsführerin der „Fima“, Simone Thies, betonte, dass es für sie und die weiteren Mitglieder der Geschäftsführung eine Selbstverständigkeit war, das Know-how und die Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter für die benötigten Umbauten an dem Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Seit einem Großbrand im Jahr 1999 im Werk, bei dem durch den raschen und umsichtigen Einsatz der Feuerwehren noch Schlimmeres verhütet werden konnte, gehöre es zur Firmenphilosophie, die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren zu unterstützten und die Aktiven aus den Reihen der Mitarbeiter für Brandeinsätze freizustellen.

Basis-Fahrzeug gestellt

Kreisbrandrat Timm Vogler erläuterte das Projekt: Aus einer Idee heraus entstand im Landkreis Lichtenfels das Erfolgsmodell „Brandschutzerziehung“. Seit 2001 kümmere sich ein festes Team von ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und –männern um Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Die Brandschutzerzieher des Kreisfeuerwehrverbandes Lichtenfels besuchen Kindergärten, Schulen, Seniorenheime und Heilpädagogische Zentren im ganzen Landkreis und informieren und bilden zum Thema Brandschutz aus. Jährlich finden, so Vogler, über 70 Veranstaltungen für mehr als 1 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Inzwischen habe die Brandschutzerziehung bei uns denselben Stellenwert wie die Verkehrserziehung. 

Das bisher genutzte Brandschutzerziehungsfahrzeug war in die Tage gekommen. Ein neues Basis-Fahrzeug sei angeschafft worden und musste nun eingerichtet werden. Der Kreisbrandrat wandte sich an die Eugen Fischer GmbH. „Wir haben diese nicht alltägliche Aktion als Herausforderung für unsere Auszubildenden begriffen und mit viel Freude gesehen, wieviel Herzblut in dieses Projekt geflossen ist“, sagte Simone Thies. Die Auszubildenden haben gemeinsam mit ihren Ausbildern und dem Vorarbeiter in Stahlbau, Tobias Rupprecht, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist, in einer dreimonatigen Projekt- und Ausbauphase ein Beladungs- und Regalkonzept erarbeitet, das bis ins Detail ausgefeilt ist. Und so finden neben dem Firetrainer mit den Gasflaschen, auch Kübelspritze nebst Zubehör, ein Rauchhaus, die Notrufanlage und vieles andere Platz im Wagen. Weil auch Spaß und Spiel zur Ausbildung gehören, sind auch mehrere Feuerwehrunimogs und Bobby Cars im Brandschutzerziehungsfahrzeug untergebracht. Als Zeichen der Anerkennung übergab Kreisbrandrat Timm Vogler namens des Kreisfeuerwehrverbandes Lichtenfels den Auszubildenden für ihre vorbildliche Teamarbeit einen Scheck in Höhe von 2 000 Euro. 

„Ungewöhnliches Projekt“

Dafür werden wir sicher im Rahmen einer Lehrfahrt eine gute Verwendung finden“, sagte die Geschäftsführerin im Namen der am Projekt beteiligten Auszubildenden Lothar Dill, Tobias Dill, Waldemar Geffel, Sebastian Knauer, Nicolas Marr, Johannes Merklein, Florian Zapf und Tobias Zollnhofer. Landrat Christian Meißner dankte allen Sponsoren für die Unterstützung bei diesem eher „ungewöhnlichen Projekt“, wie er meinte. Er hob hervor, dass die Brandschutzerziehung auch ein erster Schritt zur Sensibilisierung des dringend benötigten Nachwuchses sein kann und damit einen doppelten Effekt erziele. Für die am Projekt beteiligten Azubis hatte er Kinokarten mitgebracht, die sehr gerne in Empfang genommen wurden.

 

 

Text: Ingrid Köhler
Fotos: Ingrid Köhler

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