Karl Eugen Fischer GmbH / Burgkunstadt, Juni 2016

Das Ehrenamt als Schule der Nation

Unternehmensverband bayme ehrt engagierte Jugendliche - Dr.-Kapp-Vorbildpreis für Fischer-Azubi
 

Der bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. – belohnte in diesem Jahr zum zwölften Mal junge Auszubildende in Oberfranken für ihren ehrenamtlichen Einsatz. „Dein Engagement ist nicht umsonst“ lautet das Motto des „Dr. Kapp-Vorbildpreises“. Mit dem Preis wurden am Dienstag im Kaisersaal von Kloster Banz 70 junge Menschen aus Oberfranken ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, in sozialen Einrichtungen oder der Kirche in besonderer Weise einsetzen. Unter den Preisträgern waren auch Florian Zapf, Daniel Kreutzer, Philipp Reuther, Waldemar Geffel, vier Auszubildende der Maschinenfabrik Karl  Eugen Fischer aus Burgkunstadt.

„Junge Menschen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen, zeigen damit, dass sie bereit sind, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Darüber hinaus erlernten sie schon früh wichtige soziale Kompetenzen, die Gleichaltrigen oft fehlten. Ehrenamtlicher Einsatz sei meist auch Teamarbeit, erklärte Patrick Püttner, Geschäftsführer der bayme Geschäftsstelle Oberfranken. So seien zum Beispiel bei Rettungsdiensten keine Einzelkämpfer gefragt, sondern Menschen, die gemeinsam Aufgaben bewältigen und Probleme lösen.

Auch einen weiteren Aspekt dürfe man nicht unter den Tisch fallen lassen: In vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten sei eine regelmäßige Weiterbildung unverzichtbar. „Junge Männer und Frauen, die das schon früh erfahren, sind auch im Berufsleben für das ‚lebenslange Lernen‘ bereit“, unterstrich Püttner. Sie erfüllten so eine wichtige Voraussetzung für den Arbeitsmarkt der Zukunft. „Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, benötigen wir mehr denn je flexible, weltoffene und innovationsfreudige Mitarbeiter. Menschen, die bereit sind, sich über den eigenen Arbeitsplatz hinaus zu engagieren“, so Püttner weiter. Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände leisteten deshalb mit einer Vielzahl von Projekten einen Beitrag, um die nächste Generation fit für den Arbeitsmarkt zu machen. „Unter dem Titel ‚Bildungsoffensive Bayern’ bündeln wir unser Engagement in ausgewählten gemeinnützigen Projekten und Aktivitäten im Bildungsbereich“, erläuterte Püttner.

Für den „Dr. Kapp-Vorbildpreis“ konnten sich Jugendliche aus allen oberfränkischen Firmen der Metall- und Elektroindustrie bewerben, die dem Unternehmensverband bayme angehören. Die Preisträger wurden von einer Jury ermittelt, der unter anderem Personal- und Ausbildungsleiter oberfränkischer Firmen angehören. Verteilt wurde ein Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro, das nach Ermessen der Jury an die Gewinner vergeben wird. Erstmals wurden die Preise in drei Kategorien eingeteilt. Dabei wurde das Engagement, der Zeit- und mittelaufwand berücksichtigt.

Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin war überrascht von der großen Anzahl junger Menschen, die sich ehrenamtlich engagierten. Sie dankte dem geschäftsführenden Gesellschafter der Coburger Maschinenfabrik Kapp, Martin Kapp, der die gute Tradition, des von seinem Vater ins Leben gerufenen „Dr. Kapp-Vorbildpreises“, fortsetze. Sie hoffte, dass sich andere von der Begeisterung der Jugendlichen anstecken mögen, aber auch, dass ihnen genügend Zeit für „unvernünftige“ Hobbys bliebe.

Martin Kapp stellte eine große Bereitschaft in Oberfranken für das Ehrenamt fest. Wie wichtig der Einsatz Jugendlicher ist, sei vor kurzem bei den Naturkatastrophen deutlich geworden. „Sie setzen Signale für bürgerschaftliches Engagement“, unterstrich Kapp. Auch der volkswirtschaftliche Wert dürfe nicht unterschätzt werden. Die Moderation hatte der Redaktionsleiter des Hofer Fernsehsenders TV-Oberfranken, Frank Ebert übernommen. Er stellte die Jugendlichen und ihre ehrenamtliche Tätigkeit vor.

 

Die Preisträger aus dem Landkreis Lichtenfels mit Gratulanten (von links):
Berufsschuldirektor Hans-Jürgen Lichy, Florian Zapf, Daniel Kreutzer, Philipp Reuther, Waldemar Geffel, IHK-Vizepräsident Wilhelm Wasikowski

 

Text: Andreas Welz
Fotos:
Andreas Welz

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