Karl Eugen Fischer GmbH / Burgkunstadt, September 2016

Spaß – Rausch – Tempo
Aber nur ein Leben!!!

Präventionsvortrag über „Alkohol, Verkehrssicherheit und Drogen“ für unsere Auszubildenden

Im Rahmen des jährlichen Präventionsvortrags über „Alkohol, Verkehrssicherheit und Drogen“ besuchten uns Frau Brandl von der Kriminalpolizei Coburg und Herr Kremer von der Polizeiinspektion Lichtenfels, um die Auszubildenden der Karl Eugen Fischer GmbH über das Thema aufzuklären.

Zunächst begann Herr Kremer Lichtenfels mit seinem Vortrag über Alkohol und Verkehrssicherheit. Zu Beginn des Vortrages berichtete er, dass Alkohol seit 4000 Jahren als Genussmittel gilt, welches sich schnell im Blutkreislauf verteilt. Selbstüberschätzung, Veränderung der Persönlichkeit, Leistungshemmung und verlangsamte Reaktionen sind nur einige Beispiele für zahlreiche Auswirkungen, die Alkohol auf unseren Körper haben. Im Mittelpunkt der Präsentation standen Verkehrsunfälle, die durch Alkohol zustande kamen. Hierzu führte er verschiedene Statistiken, Bilder und Berichte zu Unfällen unter Alkoholeinfluss in der Umgebung auf. Zu den typischen Unfällen gehört das Abkommen von der Fahrbahn durch Einflüsse wie Drogen, Müdigkeit und dem Smartphone. Als Abschreckung legte er uns einen detaillierten Bericht über die letzten 0,7 Sekunden bei einem Aufprall ohne Gurt vor. Weitere Informationen gewannen wir über die Promillegrenzen und dem stündlichen Abbau vom Restalkohol von circa 0,1 Promille. Um Unfälle zu vermeiden, sollte man nach dem Alkoholkonsum öffentliche Verkehrsmittel nutzen, bei Freunden übernachten oder ganz auf Alkohol verzichten. Für Fragen stand Herr Kremer uns Rede und Antwort.  

Daraufhin übernahm Frau Brandl das Wort. Sie referierte über die Drogenproblematik, Sucht und Anlaufstellen für Betroffene.

Der Suchtprozess wurde wie folgt erläutert: Konsum/Genuss → positive Einstellung gegenüber Suchtmittel → verstärkter Konsum → Gewohnheit → Missbrauch → SUCHT!

Aus dem Konsum der Drogen ergeben sich persönliche Folgen, wie Kontrollverlust, Toleranzentwicklung und psychische/ physische Abhängigkeit. Aus Sicht der Polizei werden die Konsumenten immer jünger (ca. 12 Jahre), die Hemmschwelle sinkt, die Qualität der Drogen nimmt zu und der Drogenmarkt wird immer vielfältiger und somit unübersichtlicher. Als besonders gefährlich sieht Sie ebenfalls die sogenannten „Legal Highs“, die unter harmlosen Bezeichnungen, wie Badesalze, Lufterfrischer und Kräutermischungen verkauft werden. Trotz der „Harmlosigkeit“ ziehen sie viele Nebenwirkungen mit sich. Cannabis ist für viele die Einstiegsdroge, da sie von den meisten Menschen verharmlost wird, weshalb sie auch „weiche Droge“ genannt wird. Jedoch löst auch Cannabis Angststörungen, Depressionen, Panikzustände und Psychosen aus und kann zu Langzeitschäden bei Einnahme in der Pubertät führen. Daraufhin sprach Sie die Droge Crystal Meth an, die Adrenalin, Bewegungsdrang, „Laberflashs“ (Gedanken- Sprünge) verursacht. Die Langzeitschäden machen sich bemerkbar in Form von Abmagerung, Zahnlosigkeit und schlechter Haut.

Als musikalische Untermalung spielte uns Frau Brandl den „Crystal- Rap“ vor, der von Patienten der Suchtklink Hochstadt im Jahre 2012 aufgenommen wurde. Anlaufstellen für Betroffene sind: Suchtberatungen bei Gesundheitsämtern, Hausärzte, Blaues Kreuz, Selbsthilfegruppen und die Diakonie. Zum Abschluss des Vortrages bekamen die Anwesenden eine Promillebrille mit 0,8 Promille inclusive Tunnelblick und eine mit 1,1 Promille bereitgestellt, mit denen man die Auswirkung von Alkohol auf die motorischen Fertigkeiten überprüfen kann.

 

Text: Auszubildende 1. Lehrjahr - Nicole Barnickel, Corinna Schnapp und Andreas Deinhart
Fotos: eigen

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